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ZWEI FARBEN. EIN VEREIN.
Unsere Geschichte

Vereinsgeschichte

Unsere Wurzeln. Unsere Abteilungen. Eine gemeinsame Geschichte.

Originalwappen FC KonstanzFC Konstanz1900 VfR
Originalwappen FC WollmatingenFC Wollmatingen1909
Vereinsfusion · 25. Juni 2012
SC Konstanz-Wollmatingen
Zwei Wurzeln. Ein Verein.SC Konstanz-WollmatingenGemeinsam seit 2012

Zwei Fußballvereine, viele Sportarten und mehr als ein Jahrhundert Vereinsleben: Hier findest du die Geschichte unserer Vorgängervereine, die Fusion zum SCKW und die Entwicklung der Abteilungen.

2012Unsere gemeinsame Geschichte

Von den Anfängen bis heute

Die Idee

Im Jahr 2012 fusionierten die beiden Konstanzer Traditionsvereine, der FC Konstanz und der FC Wollmatingen, zum Sportclub Konstanz-Wollmatingen mit dem Ziel, den Fußball in Konstanz auch überregional konkurrenzfähig zu machen.

Heute ist "Der Sportclub", bestehend aus den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Ringtennis und Gymnastik, mit über 1.200 Mitgliedern und über 500 aktiven Jugendfußballern der mit Abstand größte Fußball spielende Verein in Konstanz und zählt damit auch in Südbaden zu den größten Fußballvereinen.

Die eigentliche Vereinsgeschichte des SC Konstanz-Wollmatingen ist schnell erzählt, denn der Verein erblickte erst 2012 das Licht der Welt. Aber allein schon die Geschichte unserer beiden Vorgängervereine FC Konstanz und FC Wollmatingen füllt mehrere Bände, und einen Großteil stellen wir interessierten Lesern auf unserer Homepage zur Verfügung. Und noch einige weitere Vereine finden sich in unserer über hundertjährigen Geschichte. Daneben waren wir in der Vergangenheit auch Heimat für Nicht-Fußball-Sportarten, von denen sich einige inzwischen als eigenständige Vereine ausgegründet haben.

Danke Peter Binninger für die tolle und mühsame Aufbereitung der Daten.

Wir hoffen in den nächsten Jahren mit dem SC Konstanz-Wollmatingen weiterhin eine tolle Geschichte zu schreiben und ihr alle könnt ein Teil davon werden.

SC Konstanz-Wollmatingen e.V.

Viele Vereine und gemeinsame Wege prägen unsere Geschichte. Die Zeitleiste zeigt zentrale Stationen; der vollständige Stammbaum dokumentiert auch die weiteren Ursprungsvereine und ihre Verbindungen.

1900Originalwappen des FC Konstanz

Die Konstanzer Wurzeln

Die Geschichte des FC Konstanz 1900 VfR bildet einen der beiden großen Ursprünge unseres heutigen Vereins.

1909Originalwappen des FC Wollmatingen

Fußball in Wollmatingen

Als FC Teutonia gegründet, entwickelt sich der Verein zum FC Wollmatingen 09.

1967

Der SC Fürstenberg entsteht

Mitglieder des FC Wollmatingen gründen einen eigenen Verein.

1998

Wollmatingen und Fürstenberg vereint

Am 13. November wird die Verschmelzung zum FC Wollmatingen unterzeichnet.

Originalwappen SC Konstanz-Wollmatingen
25. Juni 2012

Ein gemeinsamer Verein: SCKW

FC Konstanz und FC Wollmatingen schließen sich zum SC Konstanz-Wollmatingen zusammen.

Vollständigen historischen Stammbaum ansehenVollständiger Vereinsstammbaum mit Ursprungsvereinen und Verbindungen von 1862 bis 2012Originalgrafik in voller Größe öffnen
Die Vereinsfusion 2012

Auslöser der Sondierungen für eine mögliche Fusion der beiden Traditionsvereine FC Konstanz und FC Wollmatingen - was ja mehrfach in den vergangenen Jahren angedacht aber nicht zu Ende geführt wurde - waren Überlegungen einer kleinen Arbeitsgruppe (AG) beim FC Konstanz „Team110“. Die AG bestand aus 2 Mitgliedern des Vorstands des FC Konstanz und 2 Externern AG-Mitgliedern.

Die Arbeitsgruppe diskutierte Strategien für den FC Konstanz (FCK2014) im Zusammenhang mit dem 110jährigen Vereins-Jubiläum im Jahr 2010. Verschiedene Analysen und Szenarien im Hinblick auf die sportliche und wirtschaftliche Situation und die Zukunft des Traditionsvereins FC Konstanz wurden durchgearbeitet. Unter anderem eine mögliche Fusion zur sportlichen und wirtschaftlichen Stärkung mit einem anderen Sportverein oder Fußballverein in Konstanz. Die erarbeiteten Strategien und Maßnahmen wurden im Vorstand des FC Konstanz diskutiert.

Entschieden wurde dann mehrheitlich im Vorstand des FC Konstanz, Sondierungsgespräche mit dem FC Wollmatingen, dem FCW-Vorstand, im Laufe der Saison 2009/2010 aufzunehmen. Konkreter wurde das Projekt seitens des FC Wollmatingen nach der Vorstandsneuwahl beim FC Wollmatingen. Der neue Vorstand des FC Wollmatingen willigte in die Fortführung der Son- dierungsgespräche der beiden Vereine auf Vorstandsebene ein, wenig später wurde ein Fusionsteam aus beiden Vorstandsreihen (6 Mitglieder) gebildet, welches die Projektgespräche zum Projekt „Vereinsfusion“ mit regelmäßigen 14tägigen Arbeits-Sitzungen des Fusionsteams aufnahm.

Im Zuge dieser Projektgespräche „Vereinsfusion“ wurde auch das Thema/Projekt „Spielgemeinschaft im Jugendfußball-Leistungsbereich“ FC Konstanz/FC Wollmatingen diskutiert und die beiden Jugendabteilungen beauftragt, Gespräche zu führen. Diese begannen im September 2010 mit dem Ziel, in der Saison 2011/2012 mit 7 Mannschaften A-(A1, A2), B-(B1, B2, B3) bis C(C1, C2)-Junioren  als Spielgemeinschaft SG Wollmatingen (A-Junioren) und SG FC Konstanz (B- und C-Junioren) in Verbands- und Landesligen, bei den B-Junioren auch Bezirksliga (B3) anzutreten. Auch als Vorläufer zur möglichen Fusion der beiden Fußballclubs FC Konstanz und FC Wollmatingen. Die Spielgemeinschaft wurde mit einem SG-Vertrag zwischen beiden Vereinen beschlossen und umgesetzt.

Die Projektgespräche im Fusionsteam zur „Vereinsverschmelzung FC Konstanz und FC Wollmatingen“ wurden zielgerichtet und erfolgreich weitergeführt und mit der vollzogenen Vereinsfusion durch die Zustimmung der Mitgliedermehrheit in den getrennt durchgeführten Mitgliederversammlungen beider Vereine am 7.3.2012 beschlossen. In der darauffolgenden, gemeinsamen Mitgliederversammlung wurden mit Stimmenmehrheit die erarbeitete Satzung des neuen Vereins und der Verschmelzungsvertrag inkl. Anlagen beschlossen. Der neue Verein SC Konstanz-Wollmatingen e.V. wurde am 25.6.2012 in das Vereinsregister eingetragen und nahm zur Saison 2012/2013 den gemeinsamen Trainings- und Spielbetrieb in den einzelnen Abteilungen mit der Hauptsportart „Fußball“ auf.

Fußball im Rückblick

Im folgenden Dokument findet man Fußballtabellen aus über 100 Jahren. Alle Ligen, in denen die Männermannschaften der Vorgängervereine des SC Konstanz-Wollmatingen gespielt haben, sind hier mit ihren Abschlusstabellen erfasst. Bis auf wenige Ausnahmen, die wir noch nicht ermitteln konnten.

Tabellen.pdf

Liste der vereinsvorsitzenden des "sportclubs"
VereinsnameLebenszeitEntstanden durch
Turnverein Konstanz 18621862-1946
Fußballclub Constantia Konstanz1900-1902
Fußallclub Germania Konstanz1900-1902
Fußballclub Konstanz 19001902-1905Fusion von FC Constantia und FC Germania
Schlagballclub Konstanz1904-1905
Fußball- und Athetikverein Konstanz1905-1909Fusion FC Konstanz und SC Konstanz
Fußballclub Konstanz 19001909-1933
Spielvereinigung Konstanz1933-1934Zwangsfusion von VfR Konstanz und FC Konstanz
Fußballclub Konstanz 19001934-1946Umbenennung der SpVgg Konstanz
Verein für Rasenspiele Konstanz1934-1945Wiedergründung nach Umbenennung der SpVgg Konstanz
Verein für Leibesübungen Konstanz1946-1953Einheitssportverein entsprechend Besatzungsstatuten
Sportverein Wollmatingen1946-1954Einheitssportverein entsprechend Besatzungsstatuten
ZeitraumVorsitzender
1900 - 1902Otto Kern (Constantia)
1900 -1902Ernst Hausamann (Germania)
1902 - ?Karl Kreßbach
1912 - 1913Otto Meyer
1913 - 1914Oskar Hotz
1914 - ?Robert Eisenhart
1919 - ?Karl Bender
1923 - 1924Willi Sorg
1924 - 1932Dr. Hermann Dornauer
1932 - 1933Dr. Seeholzer
1933 - 1933Ernst Ort
1933 - 1937Leopold Mager
ZeitraumVorsitzender
1909 - 1919Karl Schroff
1919 - 1922Ludwig Sauter
1922 - 1934Siegfried Würtenberger
1934 - 1937Emil Henkel
1937Johann Wunderlin
?Erich Löhle
?Otto Schreiner
? - 1949Ernst Auer
1949 - ?Albert Weißenrieder
1952 - 1969Dr. Gustav Rey
1969 - 1972Paul Krahwinkel
1972 - 1981Peter Obergfell
ZeitraumVorsitzende
2012 - 2014Jochen Eckhardt und Max Widmann, Co-Vorsitzende
2014 - 2016Helmut Heid und Max Widmann, Co-Vorsitzende
seit 2016Helmut Heid

1900FC Konstanz 1900 VfR

FC Konstanz

Der FC Konstanz war über die komplette hundertjährige Geschichte der bekannteste und erfolgreichste  Fußballclub in Konstanz. Diese lange Tradition lebt auch im neuen SC Konstanz-Wollmatingen weiter.

Es gab zwei Phasen, in denen andere Konstanzer Fußballvereine erfolgreicher waren. Dies war zum einen im Zeitraum 1934 bis 1942 der VfR Konstanz, dessen Mitglieder sich 1946 dem VfL Konstanz anschlossen und der ab 1953 im Vereinsnamen "FC Konstanz 1900 VfR" auch seine Erwähnung fand. In einer zweiten Phase 1977 bis 1984 übertraf die DJK Konstanz den FC Konstanz.

Gründung: 10. Juli 1900

Vereinsfarben: schwarz-rot

Die Geschichte des FC Konstanz

Die umfangreiche Vereinsgeschichte des FC Konstanz ist in einem Dokument zusammengefasst und steht zum Download bereit:

Vereinsgeschichte des FC Konstanz von 1900 bis 2011, inklusive VfR Konstanz

Vereinsgeschichte FC Konstanz.pdf

Im Aktivenbereich des FCK waren die größten Erfolge die Zonenliga-Süd Meisterschaft 1947 und die Meisterschaft 1957 in der 1. Amateurliga Südbaden. Außerdem wurde der FCK beachtlich vier Mal Südbadischer Pokalsieger. Höchstklassig wurde 1950/51 in der 2. Liga Süd (Vertragsspieler-Status) gespielt, allerdings als 17. sofort abgestiegen.

1909FC Wollmatingen 1909

Die Geschichte des FC Wollmatingen 09

Sommer 1909. Im Nebenzimmer des damaligen Gasthauses "Zum Sternen" wurde zum 1. Vorstand Karl Schroff benannt. Etwas verzwickt spielte sich der Eintrag ins Vereinsregister ab. Da Karl Schroff noch nicht das notwendige Mindestalter für die Unterschriftenleistung hatte, musste ihm der volljährige Julius Romer bei der Unterzeichnung Pate stehen. Der neu gegründete Club wurde 1909 mit dem Namen FC Teutonia ins Vereinsregister eingetragen. Ein Spielbetrieb im heutigen Sinne war natürlich damals noch nicht gegeben.

Die rein spielerischen Erfolge des jungen Vereins waren anfangs dünn gesät. Trotzdem ließ sich die mutige Schar nicht mehr vom eingeschlagenen Weg abbringen. Man wollte ein spielstarker Fußballclub werden. Der erste Weltkrieg brachte dem sportlichen Aufbau einen herben Rückschlag. 1919 wurde der Neuaufbau des Fußballvereins begonnen. Die kurze "Sportehe" mit dem Kraftsportverein Wollmatingen wurde beendet. Der Verein hieß fortan FC Wollmatingen 09. Unter Führung von Gründungsmitglied Ludwig Sauter erholte sich der Verein von den Kriegsstrapazen. Von 1922 bis 1934 leitete in einmaliger Weise volle 12 Jahre Siegfried Würtenberger die Geschicke des Fußballvereins. 1934, im Jahre des 25 jährigen Vereinsjubiläums, wurde im Wollmatinger Fußballlager die Meisterschaft der Kreisliga 1 mit riesiger Begeisterung gefeiert.

Die Zwangseingemeindung der bisher freien Gemeinde Wollmatingen zur Stadt Konstanz und der Beginn des zweiten Weltkrieges brachten wiederum Einschnitte in das Vereinsleben. Während des zweiten Weltkrieges formierten sich Spieler des FC Wollmatingen und des FC Konstanz zu einer Notgemeinschaft und nahmen am eingeschränkten Spielbetrieb teil.

1946 gehörte man zu den ersten 16 Vereinen im Bezirk Bodensee, die den Spielbetrieb wieder aufnahmen. Die französische Besatzung duldete pro Gemeinde nur noch einen Sportverein, und dieser durfte keinen Vorkriegsnamen tragen. So wurde 1946 der SV Wollmatingen gegründet. Erst 1954 kehrte man wieder zum alten Namen FC Wollmatingen zurück. Neben Fußball wurde zunächst auch Feldhandball gespielt, und auch eine Abteilung Geräteturnen wurde ins Leben gerufen. 1949 enstand die Tischtennisabteilung. 1951 stieg die erste Fußballmannschaft in die 2. Amateurliga auf. Im Jahr 1959 war das 50jährige Jubiläum Höhepunkt des Vereinsgeschehens. Der erste Vorsitzende Dr. Gustav Rey konnte zum Jubiläum zahlreiche Ehrengäste begrüßen. 1962 wurde eine Abteilung Damengymnastik gegründet.

1961 wurde mit der Erstellung der vereinseigenen Umkleidekabine, Vereinsgaststätte und Personalwohnungen am Fürstenberg-Sportplatz begonnen. Feierliche Einweihung und stolze Eröffnung waren am 5. Juni 1965. Sportlicher Höhepunkt war im Jahre 1963 der Aufstieg in die 1. Amateurliga (Schwarzwald-Bodensee-Liga), der man nur ein Jahr angehörte. 1973 Abstieg in die Bezirksliga, in der man bis 1979 spielte. Als Meister der Saison 78/79 Aufstieg in die Landesliga. Diese Zugehörigkeit hielt jedoch nur eine Spielsaison. Über die Bezirksliga, welche nicht zu halten war, stieg man innerhalb zwei Jahren bis zur Kreisliga B ab. 1984 Wiederaufstieg in die Kreisliga A und darauf erneuter Aufstieg in die Bezirksliga. Zu einem Vereinshöhepunkt wurde das 75jährige Vereinsjubiläum im Jahr 1984 unter dem 1. Vorsitzenden Rolf Dieter Lange. 1993/94 erneuter Abstieg in die Kreisliga A als 13. der Tabelle. Danach wechselnde Erfolge, bis zur Meisterschaft in der Kreisliga A, Staffel II, Saison 1999/2000. Damit verbunden war der Aufstieg in die Bezirksliga. 2002 konnte man die Meisterschaft in der Bezirksliga feiern. In der Landesliga ging es zunächst weiter bergauf. Allerdings musste man in der Saison 2003/04 nach schon sicher geglaubtem Vizemeistertitel eine hohe Zahl von Spielumwertungen entgegennehmen, so dass mit dem zehnten Platz gerade noch der Abstieg vermieden werden konnte. Aber ein Jahr später im Jahr 2005 feierte dann der FCW die Meisterschaft in der Landesliga Ost und den Aufstieg in die Verbandsliga.

Nachdem man im ersten Verbandsligajahr noch knapp dem Abstieg entgangen war, verlief dann aber das zweite Jahr in dieser Klasse fast ohne Erfolge. Leider folgte dem Abstieg in die Landesliga ein Jahr später ein erneuter Abstieg in die Bezirksliga.

Aus der Festschrift "100 Jahre FC Wollmatingen 09":

FCW_Vereinsgeschichte_2009.pdf

Einige Ergänzungen:

Chronik Gesamtverein Ergaenzungen.pdf

Archiv 2002 -2012:

In diesem Dokument finden Sie Details zur ersten Mannschaft des FC Wollmatingen aus den Jahren 2002-2012.

Archiv 2002 - 2012.pdf | Adobe Acrobat Dokument [2.7 MB]

Die geschichte des SC fürstenberg konstanz e.v.

Der SC Fürstenberg wurde 1967 gegründet von Mitgliedern des FC Wollmatingen. Man begann in der Saison 1967/68 mit einer Mannschaft in der C-Klasse und wurde auf Anhieb Meister. Ein Jahr später spielte die erste Mannschaft also in der B-Klasse, die der heutigen Kreisliga A entspricht, und man meldete eine zweite Mannschaft in die C-Klasse. Erster Höhepunkt war Platz 6 in der B-Klasse im Jahr 1971. Nach dem Abstieg 1973 spielte die erste Mannschaft acht Jahre in der C-Klasse, die 1978 in Kreisliga B umbenannt wurde. 1981 wurde die Meisterschaft in der Kreisliga B gefeiert, und gleich im Jahr darauf wurde man Vizemeister in der Kreisliga A. Nochmals konnte man 1984, 1992 und 1994 die Meisterschaft in der Kreisliga B erringen.

Der Verein spielte überwiegend auf dem ESV Platz in der Max-Stromeyer-Straße und am Schwaketengelände. Vereinsvorsitzende waren Conny Mühlbrand, Josef Heitvogt, Werner Steimer und zuletzt Hans-Jürgen Futterer. Wegen Spielermangel ging der Verein 1997 eine Spielgemeinschaft mit dem FC Wollmatingen ein. Am 13. November 1998 unterzeichneten dann Hans-Jürgen Futterer und der erste Vorsitzende des FC Wollmatingen Bernd Fetscher die Verschmelzung der beiden Vereine zum FC Wollmatingen.

Erinnerungen eines alten mitglieds...

Aus Anlass des Jubiläums "100 Jahre FC Wollmatingen 09" hat unser Mitglied Reinhold Haag, Jahrgang 1928, einige Erinnerungen aufgeschrieben und bei der 100-Jahr-Feier vorgetragen.

Meine aktive Laufbahn begann in den Jugendmannschaftn des FCW während des Krieges. Als Jugendspieler wurden wir damals mit teilweise lästigen Auflagen konfrontiert, z.B. war die Spielerlaubnis nur mit Zustimmung seitens der Hitlerjugend möglich, was u.a. befehlsgemäß sogar voraussetzte, dass die Haare nicht länger als auf Streichholzlänge geschnitten sein durften.

Unsere A-Jugend zählte damals neben Konstanz, Radolfzell und Singen zu den stärksten im Kreisgebiet Konstanz. Einmal wurden wir Meister, allerdings wurde uns der Meistertitel wieder aberkannt, und zwar nur, weil wir unter dem Namen FC Wollmatingen spielten, während alle anderen Mannschaften unter dem Namen ihrer Hitlerjugend-Zugehörigkeit spielten, also z.B. nicht FC Singen A-Jugend sondern HJ Singen, Stamm sowieso.

Auch der Neubeginn des Spielbetriebes nach dem Krieg stellte uns vor schwierige Aufgaben und war zunächst grundsätzlich von einer Genehmigung durch die französische Besatzungsmacht abhängig. Ein Problem war auch, dass der hervorragende Sportplatz am Bettenberg dem FCW nicht mehr zur Verfügung stand, weil er sich im Manövergelände der Franzosen befand.

Bis zum Einvernehmen, letztlich auf dem Fürstenbergsportplatz spielen zu können, mussten zunächst nach wiedererwachten Besitzansprüchen durch Mitglieder des ehemaligen Arbeiter-Turn- und Sportvereins politische Gegensätze glattgebügelt werden und ein gemeinsamer Weg für eine sportlich orientierte Vereinstätigkeit gefunden werden. Hierin war auch begründet, dass wir einige Jahre nicht unter dem Namen FCW sondern SV Wollmatingen spielten.

Unter äußerst bescheidenen Voraussetzungen wurde auf dem damals fürchterlich morastigen Sportplatz mit zusammengeflickten Schuhen und Bällen, jedoch mit Elan und Begeisterung der Spielbetrieb in der Nachkriegszeit wieder in Gang gebracht.

Nachdem durch die französische Besatzungsmacht ab Februar 1946 wieder Verbandsspiele genehmigt wurden, fand das erste Verbandsspiel für uns in Stockach statt. Die Bahnverbindung nach Stockach war damals so genial, dass wir morgens um 7 Uhr vom Bahnhof Reichenau bis nach Radolfzell fahren konnten. Die Strecke von Radolfzell bis Stockach mussten wir zu Fuß zurücklegen.

Deshalb trafen wir bereits im Laufe des Vormittags in Stockach ein und wurden vom Vorstand des VfR Stockach freundschaftlich begrüßt. Dabei betrachtete er uns irgendwie komisch und erklärte uns dann, dass kein Jugendvorspiel eingeplant sei sondern nur die 1. Mannschaften spielen würden. Er wollte wissen, wo die Spieler der 1. Mannschaft von uns wären. Wir klärten ihn dann auf, dass wir nicht die Jugendmannschaft sondern die Erste des FCW seien.

Das jugendliche Durchschnittsalter unserer Mannschaft begründete sich damit, dass von der ehemaligen 1. Mannschaft bis auf zwei Ausnahmen alle im Krieg gefallen sind oder sich noch in Gefangenschaft befanden.

Nicht nur der Vorstand des VfR Stockach war erstaunt, dass die "U21-Mannschaft" des FCW die Punkte mit nach Wollmatingen nahm.

Im Zusammenhang mit Fahrten zu Auswärtsspielen gab es noch weitere Unterschiede zum heutigen Fahrkomfort. Wie bereits erwähnt, waren weite Fußmärsche z.B. auch vom Bahnhof Singen nach Gottmadingen und anderswo üblich. Und einmal fuhr die Mannschaft bei ca. 12-15 Grad Kälte auf einem offenen Holzvergaser-LKW, in Decken eingehüllt, nach Messkirch.

Bei der Hundekälte verloren wir das Spiel auch deshalb, weil der Ball während des Spiels mehrmals die Luft verlor und geflickt werden musste, und die gegnerische Mannschaft diese Zwangspausen im Haus nebenan zum Aufwärmen benutzte, während wir draußen fast zu Eisklötzen erfroren.

Trotz alledem spielten wir in der Folgezeit zunächst in der Bezirksliga und ab der Saison 50/51 in der 2. Amateurliga.

Auf Grundlage einer tollen Freundschaft und Kameradschaft und dank einer ausgewogenen Mischung aus Kampfkraft und technischer Begabung entwickelte sich eine spielstarke Mannschaft, die sich ab 1953/54 stets auf den vordersten Tabellenplätzen in der 2. Amateurliga der Schwarzwald-Bodensee-Region platzieren konnte.

Ich erinnere mich natürlich auch, dass das nicht von ungefähr kam und wir diese Erfolgserlebnisse unserer kernigen Kampfmoral verdankten, zu der wir uns gegenseitig anstachelten und Mut machten. Das brachte mit sich, dass unsere Zuschauer vor allem bei Auswärtsspielen von Langeweile verschont blieben und die von uns praktizierte Spielkultur mitunter für erhitzte Gemüter sorgte.

Selbstverständlich waren aber auch Gaudi und Humor bei jeder Gelegenheit bevorzugte Mitgestalter. Folgende Begebenheit macht den uneingeschränkten Zusammenhalt der Mannschaft auch außerhalb des Spielfeldes deutlich.

Nach einem anstrengenden Training wurde dem Vorschlag zugestimmt, zur Erfrischung noch eine Runde im See zu schwimmen. Da alle mitwollten, Motorfahrzeuge damals jedoch noch zu seltenen Raritäten zählten, mussten 14 Mann auf 4 Motorräder verteilt ans Seeufer nach Allensbach transportiert werden, also 2 Motorräder mit je 4 und 2 mit je 3 Mann.

In diesem Fall war halt mehr Ideenreichtum und Geschicklichkeit gefordert als die Straßenverkehrsordnung vorschreibt.

Die Sitzordnung mit 4 Mann sah demnach folgendermaßen aus: Einer saß ganz vorne auf dem Tank, der zweite teils auf dem Tank und Sattel, der dritte auf dem restlichen Sattel und einer auf dem Sozius.

Der Vorderste auf dem Tank, der alles sah, war zuständig fürs Fern- und Abblendlicht. Der Zweite hat weniger gesehen, der war zuständig fürs Lenken und Gasgeben. Der Dritte hat nichts gesehen, das war der Fahrzeughalter mit der Fahrerlaubnis, und war zuständig fürs Bremsen auf Zuruf. Der Vierte auf dem erhöhten Sozius hatte noch etwas Übersicht und gab Kommando, wie weit man in Kurven reinhängen musste, weil vorne mit dem Lenker kaum Spielraum vorhanden war.

So sind wir dann am Seeufer in Allensbach angekommen und sofort ins Wasser gesprungen. Das Erfrischungsbad musste allerdings vorzeitig wieder abgebrochen werden, weil ein gewaltiges Gewitter aufzog. Trotz aller Eile wurden wir auf der Heimfahrt glitschnass.

Trotzdem klappte die Heimfahrt mit der vorher erwähnten Sitzordnung auch wieder bis nach Wollmatingen, wo dann in der Kurve nach dem Gänswein ein großer Ölfleck auf der glitschnassen Straße dafür sorgte, dass 10 Mann kurz hintereinander, getrennt von ihren 3 Fahrzeugen, eine Rutschpartie bis vors Pfarrhaus unternahmen. Zum Glück wirkte die regennasse Straße wie eine Wasserrutsche, und die Mannschaft konnte zum nächsten Spiel verletzungsfrei antreten.

Meine später dann ausklingende Fußballlaufbahn schenkte mir in der AH-Mannschaft noch schöne und unvergessliche Erlebnisse auf sportlicher und gesellschaftlicher Ebene.

Da spielten wir z.B. in der Grenzlandrunde gegen namhafte Mannschaften, die innerhalb des Gebietes zwischen Villingen über Ravensburg, Bregenz, Winterthur bis nach Schaffhausen beheimatet waren. Daneben gab es interessante Freundschaftsspiele, wo z.B. die Begegnungen mit Olympia Lampertheim oder Youngfellows Zürich besondere Höhepunkte darstellten.

Rückblickend empfinde ich Freude und Dankbarkeit für alles, was ich rund um den Fußball miterleben durfte, ausgenommen Verletzungen.

Jedenfalls möchte ich zum Schluss noch hervorheben, dass ich sportlicher Tätigkeit einen sehr hohen Stellenwert einräume und ich mein körperliches Wohlbefinden mit meinen 81 Jahren weitgehend meiner sportlichen Aktivität zu verdanken habe.

Historische Aufnahme · FC Wollmatingen 1909

1949Tischtennis

Von der ersten Platte zur Vereinstradition

1946–1949 · Wie alles begann

Im Jahre 1946 baute ein Wollmatinger Schreiner eine einfache Tischtennisplatte mit zwei Böcken für die Jugendlichen des Stadtteils zusammen. Nach anderen Informationen wurde die Platte bereits 1945 von den Lehrlingen Oskar Greis, Alfred Fuchs, Bruno Stadelhofer, Peter Greis, Willi Raible und Heinz Halbherr gebaut. Die Platte wurde im Schopf des Gasthauses "Zum Löwen" aufbewahrt, nach anderen Informationen im ersten Stock des Gasthauses im kleinen Saal, in dem während des Krieges kriegsgefangene Serben untergebracht waren. Gespielt wurde im Biergarten des Gasthauses mit Korkschlägern.

Sechs Jugendliche hatten besonderes Interesse an dem Spiel mit dem kleinen Ball. Es waren dies Peter Greis, Willi Raible, Franz Degen, Oskar Greis, Heinz Halbherr und Alfred Fuchs. Im Jahre 1949 fanden sich weitere Jugendliche, die im Löwengarten üben wollten.

Da aber die selbstgebaute Platte einige Mängel aufwies, beschlossen sie, gemeinsam eine eigene Tischtennisplatte anzuschaffen. Kurz nach der Währungsreform war dies für jeden Einzelnen ein beachtliches finanzielles Opfer.

Abend für Abend, Sonntag für Sonntag wurde nun trainiert. Und es dauerte nicht lange bis sogar die ersten Freundschaftsspiele ausgetragen wurden, z. B. gegen die Tischtennisabteilung des FC Konstanz oder gegen Meersburg. Sie endeten alle mit hohen Niederlagen, die aber die junge Wollmatinger Mannschaft nicht entmutigen konnten.

Bis dahin war man noch eine ganz private Sportgemeinschaft, und die entstehenden Unkosten wurden gemeinsam gedeckt. Bald aber wurde der Spielbetrieb reger und man beschloss, sich als selbständige Abteilung dem SV Wollmatingen (ab 1954 FC Wollmatingen) anzugliedern. In der Gründungsversammlung 1949 wurde Franz Haller einstimmig zum Abteilungsleiter gewählt. Unter seiner Leitung wurde erstmals im Jahre 1950 der Spielbetrieb in den Pflichtspielrunden des Tischtennisverbandes aufgenommen.

Die 1950er · Vom Hobby zum Mannschaftssport

Man zog nun in die Turnhalle der Wollmatinger Schule, die auf dem Platz des heutigen Erweiterungsgebäudes der Schule stand. Innerhalb eines Jahres entwickelte die Tischtennisabteilung einen eifrigen Trainingsverkehr. Bald wurden auch drei weitere Platten gekauft.

Im Spieljahr 1951 konnte man bereits eine zweite Mannschaft aufstellen. Die 1. Mannschaft spielte nun in der Bezirksklasse, die 2. Mannschaft in der Kreisklasse. Es darf erwähnt werden, dass sämtliche Spieler die Fahrten zu den Auswärtsspielen aus eigener Tasche bestritten haben, und man musste immerhin bis nach Stockach, Hilzingen und Gottmadingen fahren.

Wie Tischtennis damals gespielt wurde, ist in einem Südkurier-Bericht vom April 1953 über die Südbadische Mannschaftsmeisterschaft überliefert: "Unablässig sprangen die kleinen weißen Zelluloidbälle von Korkschlägern getrieben über das Netz auf grüne Platten. Das Spiel, das man auch Pingpong nennt, hat auch im Südwesten in den letzten Jahren sichtbaren Aufschwung genommen. Schon rein äußerlich zeigte es sich, als die fünf spielstärksten Mannschaften aus Südbaden sich im Entscheidungskampf gegenüberstanden. Sie kommen nicht mehr in Hosenträgern und Hemdsärmeln wie früher, sondern in einheitlichen Shorts und dünnen Hemden."

Durch Gründung der Oberliga Südbaden und dadurch erhöhten Aufstieg aus der Bezirksklasse konnte die erste Mannschaft 1954 in die Landesliga aufsteigen. Sie hielt sich wacker und konnte in den nächsten 2 Jahren dort einen guten Mittelplatz belegen. Es mussten aber Fahrten unternommen werden bis nach Schönwald, Donaueschingen und Hüfingen. Wegen der hohen Kosten für diese Fahrten wurde dann bei der Jahreshauptversammlung 1956 der schwere Entschluss gefasst, freiwillig wieder aus der Landesliga abzusteigen. Trotzdem war das folgende Jahr sehr erfolgreich, und die erste Mannschaft konnte ohne Niederlage Bezirksmeister werden.

Diese Bezirksmeisterschaft wurde mit folgenden Spielern gewonnen: Runkel, Rimpler, Beck, Halbherr, Reis, Probst und Weber. Den mit der Meisterschaft verbundenen erneuten Aufstieg in die Landesliga nahm die Mannschaft dieses Mal an. Auch die zweite Mannschaft hatte sich in den vorangegangenen Jahren stark verbessert und konnte 1957 in die Bezirksklasse aufsteigen.

Die 1960er · Aufbruch und große Erfolge

1960 wurde die alte Wollmatinger Turnhalle abgerissen. Die neue Turnhalle wurde zunächst als Ausweichquartier für die St.-Martins-Kirche benutzt, stand also für den Sport nicht zur Verfügung. Die Spieler mussten in den niedrigen Saal im Dachgeschoss des Rathauses ausweichen. Wegen der schlechten Trainingsmöglichkeiten hätte sich die Tischtennisabteilung beinahe aufgelöst.

Aber 1962 konnten durch Einzug in die neue Turnhalle der Grund- und Hauptschule Wollmatingen die Trainingsbedingungen wesentlich verbessert werden. Dies hatte zur Folge, dass die erste Mannschaft 1963 den Aufstieg in die Landesliga und 1964 den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte, wo auf Anhieb der dritte Platz erreicht wurde. 1966 wurde die Mannschaft Horst Cramer, Wolfgang Diemert und Günther Kreutzer sogar Südbadischer Pokalsieger.

Die starke Aufwärtsentwicklung der Abteilung lockte manchen guten Spieler zum Verein, etwa den späteren Badischen Meister Rüdiger Strelau, der aus beruflichen Gründen nach Konstanz zog. Mit ihm schaffte die erste Mannschaft 1968 40:0 Punkte und damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Liga Süd, die der heutigen Oberliga Baden-Württemberg entspricht.

1968 erfolgte der Umzug in die Grund- und Hauptschule Berchen. Durch intensive Breitenarbeit, unter anderem auch durch Werbung an der neu gegründeten Universität, wurde der Spielerkreis vergrößert, so dass 1969 fünf Mannschaften gestellt werden konnten.

In der Saison 1968/69 errang die Mannschaft einen hervorragenden vierten Platz in der 2. Liga Süd. Sie war damit die beste südbadische Mannschaft, wurde zum zweiten Mal Südbadischer Pokalsieger und wurde Südbadischer Mannschaftsmeister. Der Mannschaftsmeistertitel wurde damals ausgespielt zwischen den beiden bestplatzierten südbadischen Mannschaften FC Wollmatingen (2. Liga Süd) und FC Radolfzell (Erster Verbandsliga). Die Saison 1968/69 war somit aus Sicht der ersten Mannschaft die beste Saison aller Zeiten. Die erste Mannschaft bestand aus folgenden Spielern: Udo Sichel, Walter Kreutzer, Rüdiger Strelau, Wolfgang Diemert, Horst Cramer, Günther Kreutzer.

1969–1981 · Das Internationale Bodenseeturnier

In dieser Hochphase entschloss sich der Verein, alljährlich das Internationale Bodenseeturnier auszurichten, das sich schnell einen festen Platz im Bodenseeraum sichern konnte. Zwischen 1969 und 1981 richtete der Verein dieses Turnier dreizehnmal aus.

In die Siegerliste dieses Turniers konnten sich neben so prominenten Spielern wie etwa dem ehemaligen Weltranglistenspieler Kunz (Tschechoslowakei), dem Ungarn Harangi oder dem österreichischen Nationalspieler Frank auch eine stattliche Zahl deutscher Nationalspieler eintragen: Wilfried Lieck (TTC Altena) wurde 1977 Zweiter, Peter Engel (ATSV Saarbrücken) gewann in den Jahren 1974 und 1976-78. Jochen Leiß (PSV Borussia Düsseldorf) siegte 1975, sein Vereinskamerad Hanno Deutz 1980 und der mehrfache deutsche Meister Peter Stellwag (SSV Reutlingen) gewann das Turnier 1973.

Der Verein nutzte das Bodenseeturnier als finanzielle Grundlage für die kostspieligen Reisen der Mannschaften. Immerhin fielen oft mehrtägige Reisen bis nach Heidelberg zu den Auswärtsspielen an. Die Spieler blieben allerdings lupenreine Amateure und erhielten auch in dieser hohen Spielklasse keine finanziellen Zuwendungen.

Die 1970er · Umbruch und Neubeginn

Die zweite Mannschaft spielte 1967-72 in der Landesliga. Im Jahr 1970 stieg sogar die dritte Mannschaft noch in die Landesliga auf. Im gleichen Jahr wurde die Jugendmannschaft Bezirksmeister.

Doch der Aufschwung der Tischtennisabteilung wurde jäh unterbrochen, als noch 1970 nach Streitigkeiten zwischen erster Mannschaft und Abteilungsvorstand die bis dahin so erfolgreiche Mannschaft auseinanderbrach und einige der besten Spieler den Verein verließen. So gründete damals z.B. der bisherige Abteilungsleiter Walter Kreutzer eine Tischtennisabteilung beim TV Konstanz, der auch gleich die komplette Jugendmeistermannschaft beitrat. Die erste Mannschaft wurde während der Vorrunde 1970/71 vom Spielbetrieb zurückgezogen, belegte in der nachfolgenden Saison den letzten Platz in der Badenliga und wurde dann endgültig zurückgezogen, so dass ab der Saison 1972/73 die bisherige zweite Mannschaft als erste Mannschaft in der Landesliga spielte.

1975–1979 · Zurück an die Spitze

Der Substanzverlust konnte nach und nach überwunden werden, und 1975 trug der Neuaufbau erste Früchte, als der FC Wollmatingen überlegener Meister der Landesliga wurde und erneut in die Verbandsliga aufstieg.

Vom TV Konstanz verstärkten Elmar Mosbrugger und Huber Knoblauch, von Post Konstanz Lothar Schäfer nun die erste Mannschaft. In der Aufstellung Mosbrugger, Mayer, Boxler, Riedl, Schäfer, Knoblauch wurde im ersten Verbandsligajahr 1975/76 der Klassenerhalt knapp gesichert. Mit Hans Drechsler als Verstärkung gelang in der folgenden Saison 1976/77 die Herbstmeisterschaft, am Saisonende stand ein zufriedenstellender 4. Platz.

In der dritten Verbandsligasaison 1977/78 kamen als Neuzugänge aus Allensbach Thomas Keller und Thomas Fröhlich. Zusammen mit Elmar Mosbrugger, Manuel Boxler, Hein-Lüder Mayer und Hans Drechsler gelang die Meisterschaft in der höchsten südbadischen Spielklasse und damit der Aufstieg in die Badenliga. Im gleichen Jahr wurde die Mannschaft Pokalsieger des Bezirks Hegau-Bodensee.

In der Badenliga gelang dem Aufsteiger eine von niemand erwartete Überraschung: In der Aufstellung Thomas Keller, Elmar Mosbrugger, Manuel Boxler, Hein-Lüder Mayer, Thomas Fröhlich und Hans Drechsler wurde die Meisterschaft errungen, was den Aufstieg in die 2. Liga Süd bedeutete. 1979 wurde zudem nochmals der Pokalsieg im Bezirk und der dritte Platz im südbadischen Vereinspokal erreicht.

Die 1980er · Neue Generationen

Damit waren aber die Grenzen erreicht, und so kam nach ein einjähriger Zugehörigkeit der Abstieg wieder zurück in die Badenliga. Dort erreichte man 1980/81 einen guten dritten Platz. Die Leistungsdichte, die der Verein erreicht hatte, wurde nachdrücklich dadurch dokumentiert, dass sich die 2. Mannschaft zwei Spielrunden lang in der Verbandsliga behaupten konnte. In diese Zeit fällt auch der Gewinn des B-Mannschaftspokals des Bezirks Bodensee 1981. Allerdings musste der Verein die 2. Mannschaft 1982 nach dem Abstieg aus der Verbandsliga wegen Spielerabgängen in die Bezirksliga zurückziehen.

Erstmals fand sich ab 1977 für einige Jahre mit Lothar Schäfer ein hervorragender Jugendtrainer. In der Saison 1979/80 stellte der Verein mit ihm als Trainer 2 Jugendmannschaftn. Über 4 Jahre hinweg gab es sogar eine erfolgreiche Mädchenmannschaft.

Nachdem Elmar Mosbrugger 1982 seine Karriere beendete, Joachim Schollmeyer aus beruflichen Gründen von Konstanz wegzog und einige Spieler zu anderen Vereinen wechselten (Thomas Fröhlich, Christian Röttger, Martin Stuke), beschloss der Verein 1983, die erste Mannschaft von der Badenliga in die Verbandsliga zurückzuziehen. Ein Jahr später stieg sie dann sogar in die Landesliga ab. Dass der FC Wollmatingen seine jahrelange Spitzenstellung im Bezirk abgeben musste, wurde bei der Bezirksmeisterschaft 1983 sichtbar. Im Endspiel standen sich der 26-jährige Manuel Boxler und der 10 Jahre jüngere Georg Winkler vom TTC Mühlhausen gegenüber. Das Spiel ging über 3 Gewinnsätze. Beim Stande von 2:1 führte Boxler im vierten Satz bereits 20:17 und die Zuschauer warteten bereits auf den entscheidenden Punkt, als Winkler noch einmal aufholte und diesen Satz schließlich 23:21 für sich verbuchen konnte. Winkler gewann dann auch den fünften Satz.

Ein neuerlicher Aufschwung zeichnete sich 1987 ab, als die Jugendmannschaft unter ihrem Trainer Thomas Büchi als Erster der Bezirksliga in die Landesliga aufstieg. Schon ein Jahr später konnte die erste Mannschaft ebenfalls eine Meisterschaft in der Landesliga verzeichnen und wieder in die Verbandsliga aufsteigen.

Die 1990er · Jugend und Wiederaufbau

Nach 2 Jahren Verbandsliga und zwei weiteren Jahren Landesliga war man 1992 allerdings an einem vorläufigen Tiefpunkt ankommen. Erstmals seit 1963 war der Verein in keiner überbezirklichen Liga mehr vertreten. Zudem konnte er 1992/93 überhaupt keine Jugendmannschaft mehr stellen.

Der seit 1990 amtierende Jugendtrainer Rudolf Vogt baute jedoch für die folgende Saison eine neue Schülermannschaft auf, die auf Anhieb Meister der Kreisklasse wurde. In den Folgejahren glänzte die Tischtennisabteilung somit meist nur noch durch die Erfolge der Schüler und Jugendlichen. Unter anderem wurden 2001 ein Vizemeistertitel in der Jungen-Landesliga und im Zeitraum 1998-2001 mehrere Meisterschaften in der Schüler-Kreisklasse erreicht.

Als Zweiter der Bezirksklasse stieg die erste Mannschaft 1994 in die Landesliga auf. Im Lauf der Saison 1995/96 gab es aber mehrere Abgänge. Die Mannschaft wurde deshalb nach Abschluss der Vorrunde aus der Landesliga zurückgezogen. In der darauffolgenden Saison wurde die Mannschaft zwar Meister der Bezirksliga und stieg wieder in die Landesliga auf. Ein Jahr später musste man jedoch erneut 4 Abgänge verzeichnen. Die erste Mannschaft zog sich deshalb freiwillig in die Kreisklasse A zurück.

Nach dem Tiefpunkt in der Saison 1998/99 mit nur noch einer Herrenmannschaft konnten immerhin in den folgenden drei Jahren wieder eine zweite und dritte Mannschaft ins Leben gerufen werden. Dies war möglich durch Übergang einiger Jugendspieler zu den Erwachsenen und durch Zugänge von der aufgelösten Tischtennis-Abteilung des FC Konstanz.

Seit 2004 · Der weitere Weg

Die erste Herrenmannschaft stieg 2004 von der Kreisklasse A in die Bezirksklasse auf. Nach Umbenennung dieser Klasse in Bezirksliga gehörte man dieser ein Jahr lang in der Saison 2005/06 an und spielt seither in der Bezirksklasse. Im Jahr des 100-jährigen Jubiläums schaffte die Mannschaft dann erneut den Aufstieg in die Bezirksliga.

1962Gymnastik

Geschichte

Beim FCW 09 hatten die Herren der Schöpfung seit eh und je ihr sportliches Betätigungsfeld, doch am 1.3.1962 wurde durch den damaligen Vorstand, Herrn Dr. Gustav Rey, auch für die Frauen der Club-Mitglieder eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung geschaffen. Mit über 25 Damen begann unter der ehrenamtlichen Leitung von Frau Wagler in der Turnhalle der Grundschule Wollmatingen ein neuer Spross beim FCW 09 heranzuwachsen. Die Nachfrage und die Zahl der Turnerinnen stieg ständig, so wurde schon bald eine separate Seniorengruppe gegründet, die ebenfalls Frau Wagler leitete.

Am 1.5.1975 schlossen sich erneut sportinteressierte "Fußballerfrauen" des FCW 09 zusammen und gründeten eine offizielle Gymnastikabteilung als fester Bestandteil zum Hauptverein.

Übungsleiter 2017

Silvia Moser, Andrea Riedle, Barbara Brucker-Schwall, Sandra Lentz-Sers und Ingrid Winkler

Sommerfest 2012
Historische Aufnahme · Gymnastik

Gruppenbild vor dem Vereinsheim

Historische Aufnahme · Gymnastik

Gruppenbild vor dem Vereinsheim

Historische Aufnahme · Gymnastik

Abteilungsleitung:  Kassier Heidi Reister und Abteilungsleiterin Silvia Moser

Historische Aufnahme · Gymnastik

Übungsleiter: Barbara Brucker-Schwall, Silvia Moser, Sandra Lentz-Sers und Kerstin Koschnick

VielfaltWeitere Sportarten

Fußball prägt unseren Verein. Doch auch viele andere Sportarten gehören zur Geschichte des SCKW und seiner Vorgängervereine.

Von Schlagball bis Lacrosse: Entdecke die Abteilungen, aus denen unsere sportliche Vielfalt gewachsen ist.

1905

Schlagball

1905 schloss sich der Schlagballclub mit dem FC Konstanz zusammen. Wie lange die Sportart Schlagball dann im Fusionsverein noch gespielt wurde, ist leider nicht überliefert.

1924

Hockey

1924 gründete der FC Konstanz eine Hockey-Abteilung, die durchgehend bis zum zweiten Weltkrieg bestand und auch danach wieder weitergeführt wurde. Die Abteilung machte sich 1973 selbständig und existiert auch heute noch als Hockey Club Konstanz.

1926

Schwerathletik

1926 wurde beim FC Konstanz eine Athletikabteilung gegründet, die unter anderem Ringen und Boxen betrieb. Wie lange sie existierte ist nicht bekannt. Möglicherweise gehörten Schwerathleten auch kurz nach 1946 dem SV Wollmatingen an, ehe sie sich dann wieder als KSV Wollmatingen selbständig machten. Es gibt aber hierzu keine gesicherten Nachrichten.

1926

Leichtathletik

Die 1926 gegründete Athletikabteilung des FC Konstanz betrieb neben Ringen und Boxen auch Leichtathletik. 1937 gründete der FC Wollmatingen eine Leichtathletikabteilung. Über den weiteren Verlauf der beiden Abteilungen ist nichts bekannt. Im Zeitraum 1946 bis 1951 hatte auch der VfL Konstanz eine Gruppe von Leichtathleten, die dann 1951 in den wiedergegründeten TV Konstanz wechselte.

1946–2019

Ringtennis

1946 wurde beim VfL Konstanz eine Ringtennisabteilung gegründet. Im Jahre 2019 wurde die Abteilung aufgelöst.

1946

Handball

Die heute bekannte Sportart Hallenhandball wurde erst ab ca. 1970 populär. Davor spielte man Handball im Freien auf grasbewachsenen Plätzen, auch Feldhandball genannt. Im Jahr 1946 ist beim VfL Konstanz und beim SV Wollmatingen eine Handballabteilung nachgewiesen. Die Handballer des VfL Konstanz wechselten 1951 in den TV Konstanz. Was aus den Wollmatinger Handballern geworden ist, ist unbekannt.

1946

Turnen

1946 hatten der VfL Konstanz und der SV Wollmatingen jeweils eine Turnabteilung. Die Konstanzer Turner wechselten 1951 in den TV Konstanz. Von den Wollmatinger Turnern hat man später nichts mehr gehört.

1946

Schwimmen

Im VfL Konstanz fanden 1946 auch die Schwimmer eine Heimat. Sie gründeten dann 1951 den Schwimmclub Sparta Konstanz.

1947 / 1949

Tischtennis

1947 bildete sich beim VfL Konstanz eine Tischtennisabteilung, 1949 auch beim SV Wollmatingen. Die Konstanzer Tischtennisabteilung hatte bis 2001 Bestand. Die Tischtennisabteilung des FC Wollmatingen überlebte als einzige der beiden die Fusion und existiert noch heute.

1953

Rollschuhlaufen

1953 wird in der Chronik des FC Konstanz eine Rollschuhabteilung erwähnt. Sie hat sich wohl wenig später selbständig gemacht und existiert noch heute als Konstanzer Roll- und Eissportclub.

1963

Gymnastik

1963 bildete sich eine Damengymnastikgruppe beim FC Wollmatingen, die ab 1975 als selbständige Abteilung für Frauen und Männer auftritt und noch heute existiert.

1981

Tennis

1981 gründete der FC Wollmatingen eine Tennisabteilung. Es ist nicht bekannt, wie lange sie existiert hat.

2017

Lacrosse

Im Februar 2017 schloss sich eine Lacrosse-Sportgruppe der Universität Konstanz dem SC Konstanz-Wollmatingen an.

2018

American Football

Eine weitere Universitäts-Sportgruppe, die American Football betreibt, schloss sich Anfang 2018 dem SC Konstanz-Wollmatingen an.

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